BBU fordert Ende der Kampagne von Fracking-Lobbyisten

– eine Pressemitteilung des Bundesverbandes Bürgerintiativen Umweltschutz (BBU)

BBU fordert Ende der Kampagne von Fracking-Lobbyisten aus Politik und Wirtschaft – Politische Parteien müssen Forschungsbohrungen für Fracking klare Absage erteilen!

(Bonn, Berlin, 27.03.2014) Als Angriff auf die Umwelt und die Gesundheit derMenschen bezeichnet der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) dieseit Anfang der Woche andauernde Kampagne von Fracking-Lobbyisten auspolitischen Parteien und Wirtschaftskreisen. Politiker von CDU, SPD, FDP sowie derGaskonzern Exxon hatten die Errichtung und den Betrieb einer Fracking-Demonstrationsanlage ins Gespräch gebracht, um die von der Bevölkerungabgelehnte Technik salonfähig zu machen. Die danach erfolgten Dementis aus der Politik bewertet der BBU als halbherzig und unzureichend. Er fordert die Parteien auf, Probebohrungen und Forschungs-Fracking unverzüglich eine klare und unmissverständliche Absage zu erteilen.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu:

„Am Wochenende haben 30.000 Menschen in ganz Deutschland für den Einsatz regenerativer Energiequellen und gegen Fracking demonstriert. Angesichts der immer stärkerwerdenden öffentlichen Ablehnung der Fracking-Technik sehen Gaskonzerne undFracking-Lobbyisten jetzt ihre Felle davonschwimmen und wollen Profit aus der Krim-Krise schlagen.
Mittels einer durchsichtigen Kampagne sol l Fracking auf Biegen und Brechengegen den Willen der Bevölkerung auf den Weg gebracht werden. Jegliche Pläne zurDurchsetzung von Fracking werden jedoch auf den konsequenten Widerstand derUmweltbewegung stoßen, unabhängig davon, ob es sich um industrielle Förderung oderDemonstrationsanlagen handelt. Dabei wird sich die Umweltbewegung auch vom neuesten
Pro-Fracking-Einsatz des US-Präsidenten Obama nicht beeindrucken lassen.“Bisher lässt der Koalitionsvertrag von SPD und CDU/CSU auf Bundesebene Forschungsbohrungen zu. In Nordrhein-Westfalen wurden von Vertretern derSPD/GRÜNEN Landesregierung in der Vergangenheit Forschungsvorhaben ins Gespräch gebracht.
Und auch die Äußerungen der politischen Parteien aus den letzten Tagenschaffen keine Klarheit oder gehen sogar in die falsche Richtung.
Der BBU kritisiert insbesondere, dass die Presserklärungen der NRW-Landtagsfraktionenvon SPD, CDU und GRÜNEN aus dieser Woche äußerst vage sind und die Problematikder Forschungsbohrungen konsequent ausklammern. Die FDP bekennt sich sogareindeutig zum Forschungs-Fracking. Und die Pressemitteilung des stellvertretendenumweltpolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Frank Schwabe, ist kein
Kontrapunkt zu den Interessen der Gaskonzerne, sondern ein Plädoyer fürForschungsbohrungen unter Auflagen.
Daher fordert Oliver Kalusch: „Die Politik darf nicht länger lavieren, sondern mussangesichts der sich zuspitzenden gesellschaftlichen Debatte Forschungsbohrungen eineklare Absage erteilen. Die Bevölkerung hat einen An spruch darauf, dass die Politiker sichnicht den Interessen der Gaskonzerne beugen. Sie müssen vielmehr Experimente mit dennatürlichen Lebensgrundlagen und der Gesundheit der Menschen konsequent
untersagen.“

 

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